Webkataloge oder Webverzeichnisse sind thematisch sortierte und mit beschreibenden Texten versehene Linklisten von Internetseiten. Im Unterschied zu einfachen Linklisten, die sich meist auf einer einzigen Seite befinden, sind Webkataloge hierarchisch strukturiert und lassen sich somit nach Themen durchkämmen.
In den Anfangszeiten des Web spielten Webverzeichnisse wie web.de eine wichtige Rolle. Die Suchmaschinentechnologien waren noch nicht weit vorgeschritten, die Trefferlisten oft mit Spam und anderen minderwertigen Ergebnissen durchsetzt. Hier erleichterten Webkataloge dem Surfer die Orientierung im Netz und bedeuteten für die eingetragene Seite qualifizierten Traffic.
In der heutigen Zeit mit der Marktmacht Googles und deren ausgefeilten Algorithmen sind Webkataloge eher bedeutungslos geworden. Von den heutzutage bestehenden abertausenden von Webkatalogen sind dmoz - das Open Directory Project - sowie das Yahoo Directory die Wichtigsten, was vor allen Dingen der intensiven redaktionellen Betreuung zu verdanken ist. So bindet Google auch die Inhalte des ODP als Google Directory ein. Ihre Stärken können andere Webkataloge noch am ehsten als Special Interest bzw. Nischenverzeichnisse ausspielen. Der Rest dient vor allen Dingen Suchmaschinenoptimierern als Eintragsressource zur Steigerung der nicht unwichtigen Domainpopularität einer Website.
Früheren Argumenten wie der Steigerung des PageRank hat Google dadurch einen Riegel vorgeschoben, dass vielen Webkataloge der PageRank (zumindest auf Unterseiten) aberkannt wurde und sie damit auch keinen PR mehr vererben. Es gibt unter SEOs unterschiedliche Ansichten zu Webkatalogen. Während viele renommierte SEOs Einträge in Webkataloge für Zeitverschwendung halten, finden andere es grade unter dem Aspekt der Steigerung von Domainpopularität durchaus als einen legitimen Aspekt im Linkmix.